Mama sein, Routine finden und Wochenbett


Hello, hello! Mein kleiner Schatz ist morgen eine Woche alt (kaum zu glauben) und ich finde mich aktuell ganz besonders zurecht darin, neue Routinen und Angewohnheiten zu akzeptieren.


Wie ich mich als frisch gebackene Mama versuche, zurecht zu finden


Springen wir direkt hinein ins Thema: Ich denke, eine frisch gebackene Mama zu sein, ist für keine Frau ein leichter Handgriff. Trotz der Liebe, die einen durchdringt und erfüllt, muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass alles irgendwie langsamer und schwerer voran geht, als man es zuvor gewohnt war.

Alles muss geplant sein: Das Duschen, das Kochen, ja selbst der Toilettengang.

Dann kommen die Sorgen dazu - mache ich alles richtig? Fühlt sich mein Baby wohl? Ist es gesund?

Das Leben ist anspruchsvoller - vom ersten Moment an.

Heute war ich das erste mal spazieren


Mein Mann und ich haben eine kleine Tour durch den Ort gemacht, weil ich ein paar Dinge persönlich beim Rathaus abholen musste. Es war aufregend. Um zehn war der Termin und abzupassen, wann man stillt, damit der kleine Mensch ruhig bleibt, während man beim Termin ist, hat mich schon ein wenig nervös gemacht.

Wie soll das auch laufen, wenn mein Mann seine drei Wochen Urlaub durch hat?

Routinen entdecken


Mit einem Neugeborenen hat man ja eigentlich keine Routine. Alles läuft nach Bedarf des Babys.

So sieht es bei mir eigentlich auch aus. Meine Tochter meldet sich, wenn sie Hunger hat, ich stille sie, sie schläft für ein zwei Stunden, dann wecke ich sie entweder (sonst schläft sie auch gerne mal fünf Stunden durch - ja, ich habe ein schläfriges Baby) oder sie wird von alleine wach, sie wird gewickelt, gestillt, schläft und so weiter.

Aber so einige Dinge finden schon eine Routine. Zum Beispiel stille ich sie meist zwischen 5 und 6 Uhr in der Früh. Dann bleibe ich auch wach, wechsle ihre Windel und nutze die Gelegenheit zur Babypflege. Das heißt Einölen, nach dem Nabel schauen, Füßchen massieren und sowas alles.

Wenn ich duschen möchte, dann plane ich, wann sie schläft. Mein Frühstück mache ich mir, nachdem mein Mann mit dem Hund draußen war und die kleine nimmt.

Dann wickle ich sie wieder, ziehe ihr ihr Outfit für den Tag an und genieße danach die Zeit beim Stillen. Währenddessen frühstücke ich. Dann wird erstmal gekuschelt oder heute waren wir wie gesagt mit ihr spazieren.

Ein neuer Teil unserer Tagesroutine ist nun, sie über die Mittagszeit windelfrei zu lassen, um den wunden Po zu heilen.

Und so kommen Tag für Tag neue Dinge hinzu, wir lernen uns und unser Baby viel besser kennen und verstehen und es macht Spaß.

Nicht zu vergessen ist auch, dass ich mich noch im Wochenbett befinde - so für ca 7 Wochen


Wochenblutung und die Schmerzen eines Dammriss sind nicht zu unterschätzen. Dazu kommt noch der Milcheinschuss, der schweinemäßig wehtut. Bei mir setzte dieser so zwei Tage nach der Geburt ein und sorgte tatsächlich für Schüttelfrost und erhöhte Temperatur. Mir ging es so beschissen, dass ich nicht mal am Tisch sitzen konnte zum Essen.


Deshalb muss es auch gar keine Routine geben. Es ist in Ordnung, wenn halt irgendwie alles so läuft, wie es läuft.

Die Rolle als Mama


Ich liebe sie. Ich habe mich noch nie so sehr wie ich selbst gefühlt, bis ich meine Tochter in den Armen hielt. Da wusste ich, wer ich bin.

Die Rolle einer Mutter hat mich schon immer fasziniert. Ich hatte schon immer einen Drang dazu, mich um andere kümmern zu wollen.

Mich hat es schon immer inspiriert, einem Kind eine schöne Kindheit zu bieten.

Und jetzt kann ich in dieser Rolle aufgehen. Es ist für mich absolut keine Last, nachts nicht schlafen zu können, immer verfügbar sein zu müssen. Es ist für mich ein Geschenk.

Ich habe schon einmal geschrieben: ich fühle mich einfach komplett.

Ich freue mich schon auf die Person, zu der ich mich entwickle.


Die Unterstützung meines Mannes


Ganz klar muss ich auch dazu sagen, dass ich erstens total neu in dem Business bin und gespannt bin, ob ich in ein paar Wochen auf dieses naive Persönchen zurück blicke und es auslache und zweitens, dass ich tolle Unterstützung von meinem Mann bekomme.

Er kocht mir Essen und Tee, macht die Wäsche, saugt, geht einkaufen, kümmert sich um den Müll, er kommt, wenn ich ihn rufe. Ohne zu zögern macht er das, worum ich ihn bitte - und während das sehr radikal klingt, ist es genau das, was ich im Wochenbett brauche. Einfach jemanden, der versteht, wieviel Arbeit er mir mit all diesen Dingen abnehmen kann.

Die Situation ändert sich, sobald er wieder arbeiten gehen muss, was in zwei Wochen soweit ist. Klar ist, dass dann nicht alles so läuft wie vorher, aber irgendwie muss ich es dann alleine hin bekommen. Es muss dann alleine klappen.

Wir werden uns dann noch einmal sprechen.

Wie erging es dir im Wochenbett? Hast du dich raus getraut? Hattest du die Unterstützung, die du brauchtest? Schreibaby oder Schlafbaby? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Bis dahin wünsche ich einen schönen Tag.