Wieder anfangen, richtig zu leben - über Negativität im Alltag




Bewege dich weg von Negativität im Alltag - genieße das Leben und finde wieder zurück zu dir


Hello, hello! Seit der ganzen Situation mit der Pandemie habe ich nach und nach immer mehr das Gefühl dafür verloren, richtig zu leben. Vor allem gerade jetzt, wo noch der Winter dazu kommt und die dunklen Tage, fällt es mir sehr schwer, das Leben als das solche wahrzunehmen. Irgendwie existiert man manchmal nur so von Tag zu Tag.


Durch die Pandemie können wir schnell das Gefühl bekommen, nicht mehr viel aus unserem Alltag machen zu können. Aber nicht nur die Pandemie ist daran Schuld - auch wir selbst sind es.


Durch meine Schwangerschaft habe ich zusätzlich ein paar Probleme damit entwickelt, mich wirklich in den Alltag fallen zu lassen.

Darüber, wie sie mich gelehrt hat, langsamer zu leben, habe ich bereits berichtet.


Wie wir uns manchmal verlieren


Kommt dir das bekannt vor? Seit ungefähr zwei Jahren wächst stetig dein Gefühl, du würdest deine Zeit verschwenden oder etwas verpassen - du würdest deinem Leben nicht gerecht werden. Alles fühlt sich an, wie eine Last und du wünschst dir, dass einfach wieder alles zurück zur Normalität gelangt, in der du dich frei machen kannst von Ängsten und Sorgen.


Mir geht es so. Während ich am Anfang von 2020 noch nicht das Gefühl hatte, mir würde irgendwas fehlen, habe ich jetzt nach zwei Jahren Pandemie das Gefühl, ich würde mein Leben nicht mehr richtig leben - und gleichzeitig ist es mir sehr wichtig, die Situation ernst zu nehmen, auf meine Gesundheit und die der anderen zu achten.


Dabei liegt es in unserer Hand, in unserem Verständnis, was wir als ein erfülltes Leben betrachten und wir können etwas an dem Gefühl des sich verlierens ändern.


Ja, wir sind vielleicht müde und alles zieht uns total schnell runter - aber lassen wir das vielleicht auch zu sehr zu?

Mit diesen Dingen bewegst du dich langsam weg von der Negativität in deinem Alltag



Dieser Post ist aufgeteilt in 3 Teile.

#1: Die richtige Einstellung haben

#2: Sich die richtigen Eigenschaften aneignen

#3: Kleine Beispiele, die dir den Alltag versüßen



Das Wichtigste zuerst: Die richtige Einstellung haben



1. Realisiere die Situation


Es ist okay, sich mal kacke zu fühlen und dass nicht alles so läuft, wie man es gerne möchte. Ich vermisse die Zeiten, in denen Spontanität noch zum Alltag gehörte; in denen man sich keinen Kopf darüber machen musste, ob denn eine Feier mit zehn Leuten vielleicht zu gefährlich sein könnte.

Klar, durch meine Schwangerschaft drängte ich mich in doppelter Hinsicht dazu, extra Rücksicht zu nehmen und ich bin mir durchaus bewusst, dass es Leute gibt, die durch die Pandemie in dieser Hinsicht keine Einschränkungen hatten, aber wenn es dir so geht, wie mir, dann versuche, die Situation zu realisieren. Versuche, zu verstehen, dass es eben aktuell kacke sein kann und dass das auch irgendwann wieder aufhört.


Woran ich mich zum Beispiel festhalte, ist mein Plan, die Zügel wieder ein wenig lockerer zu lassen, sobald meine Tochter auf der Welt ist. Aktuell treffe ich mich nicht einmal mit meinen besten Freunden oder meinen Eltern! Gerade so kurz vor der Geburt ist mir das Risiko einfach zu groß, meinen Mann nicht bei der Geburt dabei haben zu dürfen oder dass mir schlimmeres widerfährt.


Was ich damit sagen möchte: Versuche, dir klar zu machen, dass die negative Situation, in der du dich befindest, nur temporär ist. Alles im Leben hat ein Ende. Alles wird wieder gut. Und jetzt gerade liegt es an uns, das beste aus der Situation zu machen.


2. Die Dinge auf sich zukommen lassen


Genauso ist es wichtig, zu verstehen, dass man die meisten Dinge im Leben nicht kontrollieren kann. Vieles muss man auf sich zukommen lassen - und eine andere Wahl hat man gar nicht.


Kümmere dich um die Dinge, die du kontrollieren kannst und lass den Rest einfach auf dich zukommen.

Ich bin ein totaler Kontroll-Freak. Ich hätte am liebsten alles in meiner eigenen Hand - aber das ist einfach unrealistisch und so ein Verhalten tut auch nicht gut.


Es kann außerdem befreiend wirken und so viele Türen öffnen, wenn man einfach darauf vertraut, dass alles schon seinen Weg gehen wird.


3. Übe Akzeptanz


Anschließend daran ist es wichtig, die Situation die einen erwartet, dann akzeptieren zu können. Es bringt uns nichts, uns viel über manches aufzuregen, wenn wir an der Situation nichts verändern können.

Alles, was wir dann in der Hand haben, ist, wie wir mit der Situation umgehen.


Wenn du erst einmal gelernt hast, dass du manchmal machtlos bist, die Situation nicht ändern kannst, dann lass los. Rege dich nicht mehr auf. Überlege dir eher, wie du mit ihr umgehen kannst.

Überlege dir Mittel, wie du eine negative Situation im Alltag aufhübschen kannst - wie du ihn wieder mit mehr Leben füllst.


4. Priorisiere dein Leben


Zu guter Letzt für diesen Abschnitt, nachdem du deine Situation so akzeptiert hast, wie sie ist, wird es nun Zeit, nach vorne zu blicken und wieder positiv zu werden.

Es kommen bessere Zeiten und es gibt Kleinigkeiten, die du unter fast jeder Bedingung tun kannst, um ein bisschen Achtsamkeit und Würze ins Leben zu bringen.

Und dafür musst du dein Leben priorisieren.


Damit meine ich, dass wir es manchmal als viel zu unwichtig betrachten, mit welchen Kleinigkeiten wir unseren Alltag füllen. Manche Tage sind wie alle anderen - wir geben uns keine Mühe, wirklich zu leben. Wir existieren manchmal einfach nur.


Wenn du aber dein Leben priorisierst, dir fest vornimmst, es mit Qualität zu füllen, auch, wenn es gerade schlecht läuft, dann bewegst du dich langsam weg von der Negativität.





Als nächstes: Mit diesen Eigenschaften fällt es dir leichter


5. Nimm dich selbst nicht so ernst


Du bist nicht deine Sorgen. Du bist viel mehr, als das. Wir verlieren uns ab und zu in einem Strudel, in dem wir nicht mehr über uns selbst lachen können oder einfach mit einer positiven Einstellung und Ausstrahlung in die Welt treten können, da unser Kopf ständig nur arbeitet.

Wenn du lernst, dich nicht zu ernst zu nehmen und auch mal zu sagen "alter, was mache ich mich wieder fertig - lass doch mal locker" , dann ziehst du dich damit raus aus dem Strudel.


6. Fülle das Leben mit Humor


Kennst du Lorelai Gilmore? Die Figur aus Gilmore Girls hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und nimmt das Leben und selbst die größten Herausforderungen mit Humor. Das, was sie nie verliert, ist ihre positive Einstellung. Du würdest sie nie dabei sehen, wie sie panisch wird.

Manchmal bleibt uns nichts anderes übrig, als mit einem Lächeln über der Sache zu stehen - akzeptiere die Ironie des Lebens und mach was daraus.



7. Wirf ein Auge auf die Details


Ein schönes Sonntagsfrühstück mit frischen Blumen und Kaffee aus deinen Lieblingstassen?

Jemand hat Geburtstag und du dekorierst eine Torte mit vielen Details und bilderbuchmäßig?

Abends beim Filmegucken ein paar Kerzen anzünden und selbstgemachte Pizza?

Wir machen und tun und vergessen dabei die Kleinigkeiten, die wir in der Hand haben. Mach es dir schön. Lege Wert auf die Details. Richte den Frühstückstisch schön an. Mach es dir abends gemütlich. Erfreue dich über die kleinen, noch so unwichtig erscheinenden Dinge.


8. Lege Wert auf die Kleinigkeiten


Genieße die Momente, in denen du mit deinem Mann kuschelst, wenn ihr abends beim Essen am Tisch sitzt und euch über den Tag unterhaltet (vielleicht mit einem Glas Wein?).

Vielleicht ist es auch ein langer Spaziergang mit deinen Kindern oder deinen Eltern. Nimm die Momente wahr. Atme tief durch.

Es gibt Kleinigkeiten, die wir manchmal übersehen - in denen wir uns gar nicht bewusst machen, was sie uns eigentlich bedeuten und schon gar nicht, dass sie bedeutsam sind.


Mit diesen Beispielen bewegst du dich weg von der Negativität.


1. Schlendern

Bis du irgendwann an deinem Lieblingscafé stoppst und dir nach deinem Arzttermin zwischendurch einfach mal einen Latte gönnst.


2. Selfcare

Rasiere dir die Beine, leg eine Maske auf, lackiere dir die Nägel, öle dich ein - ich finde, wir können uns schnell besser fühlen, wenn wir ein wenig "Pflege" betreiben. Gerade, wenn wir uns im Stress und in den Sorgen befinden, legen wir nicht so großen Wert auf so oberflächliche Dinge. Aber manchmal helfen sie uns mit dem Gefühl, unseren Alltag wenigstens mit einer sinnvollen Kleinigkeit verbracht zu haben.


3. Den Druck vom Putzen und Sauberkeit lassen

Dazu habe ich bereits einen ganzen Artikel geschrieben. Lass los von der Verpflichtung, dass alles immer perfekt sein muss. Natürlich ist ein sauberes Zuhause angenehm und macht glücklich - aber ich zum Beispiel habe aufgehört, mich darüber zu stressen, dass mein Boden nicht gewischt ist, weil es nur eine Kleinigkeit ist. Es ist nur eine Sorge mehr, die ich mir abnehmen kann.


4. Schreibe Tagebuch und frage dich: Was würde mich zufriedener machen?

Generell halte ich Tagebuch schreiben für eine tolle Maßnahme, um sich von Negativität zu befreien. Aber stelle dir speziell diese Frage. Was würde mich in diesem Moment zufriedener machen?

Wenn es nur eine Kleinigkeit ist, die dich ein Stück weit glücklicher machen könnte, warum es dann nicht versuchen?

Mich würde es in diesem Moment zum Beispiel zufriedener machen, mir ein leckeres Mittagessen zuzubereiten - und deshalb mache ich jetzt eine Pause und fange an, zu kochen.


5. Lass frische Luft rein

Gerade, wenn man den ganzen Tag nur zuhause ist, sei es, weil man von zuhause aus arbeitet oder so wie ich wegen der Schwangerschaft, ist es auch wichtig, an trüben Tagen, einmal das Fenster auf zu machen und frische Luft rein zu lassen. Mir gibt das immer direkt ein viel positiveres Gefühl.


6. Erfülle deine Verpflichtungen, aber lasse sie danach auch wieder los.

Manchmal habe ich zehntausende Dinge im Kopf. Mich beschäftigt zum Beispiel immer noch die Steuererklärung. Auf meiner To Do Liste steht dann zum Beispiel: Lohsteuer Bescheid heraus suchen, hier und dort anrufen, etc.

Dann mache ich genau das und fünf Minuten später beschäftige ich mich gedanklich mit "ach, das muss ich noch machen. Was, wenn ich das und das bis dann und dann nicht schaffe? Was wäre wenn bla bla bla."


Irgendwann kommt der Punkt, da muss man einfach loslassen. Sei es für den Tag, für die Woche oder insgesamt.


7. Schreibe dir eine Bucket Liste

Schonmal gemacht? Ich schreibe mir zu jeder Jahreszeit eine Bucket Liste. Sie hilft mir, mich auch auf andere Dinge konzentrieren zu können, als nur auf das, was mir unkontrolliert entgegnet. Im Winter hilft sie mir, das Plätzchenbacken und das Kakao Trinken zu priorisieren - auch, wenn es sich noch so lächerlich anhört. Aber für die Weihnachtszeit schreibe ich mir einen ganzen Plan! Er hilft mir, mich daran zu erinnern, dass es auch wichtige Kleinigkeiten gibt, die mir helfen, von der Negativität im Alltag weg zu kommen.


8. Bleibe auch mal im Bett liegen

Wir alle bekommen über Social Media hin und wieder mal eingeworfen, wie toll es für uns sei, um fünf Uhr morgens aufzustehen, unseren Sellerie Saft zu trinken, Yoga zu machen und uns dann noch vor der Arbeit hinzusetzen und an unserem Projekt zu arbeiten.

Klar, das kann toll sein - kann aber auch ganz schön ausbrennen.

Ich bleibe gerne auch mal im Bett liegen und bin faul. Für mich gehört das zu dem langsamen Lebensstil, den ich versuche, zu verfolgen. Mir gibt es nichts, schon bevor mein Gehirn überhaupt versteht, dass ein neuer Tag angefangen hat, mich großartig zur Produktivität zu zwingen.


Manchmal zieht es uns nur runter, wenn wir uns zu viel vornehmen. Hör auf dein Bauchgefühl. Was würde dich glücklicher machen? Einfach mal im Bett liegen zu bleiben? Na dann tu das.


9. Wert auf gutes Essen legen

Ja, es ist simpel, aber auch genauso wichtig. Wisst ihr, wie sehr es gut tun kann, sich einfach mal für eine Stunde oder länger in die Küche zu stellen und etwas geiles zu zaubern und sich dann darüber zu freuen, wie unheimlich gut es schmeckt? Mach den Pizza Teig selbst, lass die Suppe lange köcheln, koche mit frischen Zutaten.


10. Investiere in Erfahrungen, statt in Trends

Seit meiner Schwangerschaft habe ich genau drei Teile gekauft: Eine Schwangerschaftsjeans, eine Schwangerschaftsleggins und eine Schwangerschaftsstrumpfhose. Der Rest meiner Kleidung passt mir noch und den Teil, der mir nicht mehr passt, habe ich ausgemistet - zwischengelagert, bis er mir wieder passt.

Habe ich dennoch das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlt? Nein.


Wenn du weg möchtest von Negativität, dann musst du auch lernen, was wirklich zählt im Leben. Es ist erschreckend, wofür wir Geld ausgeben, dafür, dass es uns nur einen kurzen Moment Glück verschafft.

Investiere in Dinge, die dir ein positives Gefühl verschaffen - aber auf die lange Sicht gesehen.


Das kann auch etwas materielles sein (das ist nicht ausgeschlossen) - zum Beispiel sind es für meinen Mann und mich die Räucherstäbchen. Aber versuche dich zu fragen, was für eine Erfahrung dir deine Investition bringt.


 

Foto von Charlotte May von Pexels