So integrierst du slow living in deinen Alltag

Damit verlangsamst du dein Leben.

Hello, hello! Schon einmal darüber nachgedacht, wie du zur Ruhe kommen und deinen Alltag versüßen kannst?


Dann mach dir Gedanken um slow living!

Slow living ist mehr als nur ein neuer Trend. Für mich bedeutet es eine Lebenseinstellung - eine lebensverändernde sogar! Seitdem ich mich bemühe, langsamer zu leben (und durch meine Schwangerschaft auch mehr oder weniger dazu gezwungen wurde), geht es mir innerlich besser und ich nehme die Momente in meinem Leben bewusster wahr.

Wir alle leben in einer Welt, in der Schnelligkeit und Produktivität angesehen sind - und auch, wenn slow living nicht gleich bedeutet, dass wir nicht produktiv sein können, so nimmt es uns mit auf eine Weise, mit der wir ein wenig entspannter produktiv sein können.


Heute möchte ich dir erklären, inwiefern du slow living in deinen Alltag integrieren kannst, um dir selbst einen Gefallen zu tun - und darüber sprechen, warum du das solltest.


So integrierst du slow living in deinen Alltag



Sei es durch die simplen oder durch die großen Dinge. Langsamer zu leben, bringt uns alle zu einem Ursprung zurück, den wir in unserer Gesellschaft verlernt haben.

Warum solltest du langsamer leben?

Meine Gründe für slow living

Mit diesen Kleinigkeiten lebst du ein wenig langsamer


 

Grund #1: Warum solltest du langsamer leben?

Slow living ist genau das Gegenteil von der Lebensweise, an die unsere Generation als Norm gewöhnt ist. Wir wollen immer mehr, immer besser sein und immer schönere Dinge. Selten wissen die Leute noch, wie man ein Brot backt, spülen ihr Geschirr nicht mehr mit der Hand, richten ihre Wohnungen jedes Jahr neu ein, hoffen und sparen auf den Urlaub in irgendeinem Yoga Retreat Zentrum. Die (bösen, bösen) sozialen Medien unterstützen den Gedanken des Influencer Lebens.


Natürlich sind die sozialen Medien nicht von Grund auf böse - sie haben unserer Generation auch viel Fortschritt, Kommunikation und Kreativität bieten können. Aber ich glaube, dass sie nicht der einzige Grund dafür sind, dass wir Fortschritt, Kommunikation und Kreativität haben können.


Schließlich hatten die Menschen auch schon vor den sozialen Medien all das.


Meine Gründe für slow living


Fühlst du dich manchmal einfach ein wenig verloren im Stress?

Mir ging es so:

Ich hatte bis vor einiger Zeit oft das Gefühl, ich täte nicht genug für mich und Zukunfts-Julia. Und damit meine ich, dass ich mir immer Sorgen machte, am Ende meines Tages zu bereuen, dass ich mich nicht mehr um Erfahrungen und Erlebnisse gekümmert habe.


Um es ganz krass zu sagen, habe ich mich sinnlos in dieser Welt gefühlt. Klar, ich machte etwas für meine Zukunft, verreiste jedes Jahr, verbrachte Zeit mit meiner Familie. Aber so wirklich den Sinn des Lebens habe ich für mich nicht entdeckt.

Während andere ihren fünf Jahres Plan perfekt ausfüllen konnten, wusste ich nicht einmal wie es bei mir nächstes Jahr aussehen würde - und irgendwie hat es mir auch nicht gefallen, so weit voraus planen zu müssen.


Ich bin dann durch den Begriff slow living darauf gekommen, dass ich mich viel zu sehr dazu gezwungen habe, in der Zukunft zu leben. Der Sinn des Lebens ist nicht, eine To Do Liste abzuhaken. Der Sinn des Lebens ist für mich, Ereignisse mitzuerleben, an die ich mich gerne zurück erinnere.

Ich möchte zurück zu einem Ursprung, bei dem es normal ist, dass man einfach und bescheiden lebt.


Mit diesen Kleinigkeiten lebst auch du ein wenig langsamer

  1. Stelle Dinge von Hand her - Das bedeutet, anstatt das Brot jede Woche beim Bäcker zu kaufen, versuch es doch einmal, selbst zu backen. Und wenn es nicht so wird, wie erhofft, dann ist es wenigstens eine Erfahrung wert.

  2. Spüle dein Geschirr mit der Hand - ihr merkt schon, Handarbeit ist hier ein wichtiger Punkt. Keinen Bock zu spülen? Probiere doch einfach mal, das sinnvolle darin zu sehen. Mit sinnvoll meine ich, etwas bereicherndes, beschäftigendes darin zu sehen. Das heißt ja nicht, dass du das jeden Tag machen musst. Wenn ich mit der Hand spüle, versuche ich einfach wirklich in dem Moment einmal wahrzunehmen, was ich da mache - versuche, mit meinen Sinnen hin zu fühlen. Im Moment zu leben. Einen Reality Check zu haben.

  3. Nimm dir Zeit, um zwischendurch durchzuatmen - Apropos Reality Check. Kennst du das auch, manchmal so in Gedanken verloren zu sein, dass du deine Umwelt gar nicht mehr bewusst wahrnimmst? Ich habe das regelmäßig. Tief durchzuatmen bringt dich dann manchmal zurück in die Realität. Du kannst dich auch zwicken oder eine kleine Übung durchführen: Schau dich für 30 Sekunden um und versuche, zu riechen, zu schmecken, zu fühlen, zu hören und dir genau anzusehen, was dich gerade umgibt. Konzentriere dich dabei nur auf deine Sinne und nicht auf deine Gedanken.

  4. Schreibe Tagebuch - Ich schreibe Tagebuch schon seit Jahren! Schon als ich klein war habe ich damit angefangen und die vollen Notizbücher füllen mittlerweile meine Schränke. Sich einfach regelmäßig zu reflektieren und sich mit sich selbst auseinander zu setzen, hilft auch dabei, ein bewussteres Bild von sich zu bekommen - und Bewusstsein bedeutet auch slow living.

  5. Kümmere dich um deine Umgebung - bedeutet das, deine Pflanzen zu gießen, den Boden zu wischen, die Sofakissen zu richten , für deine Familie ein schönes Frühstück zuzubereiten, deinen Hund zu bürsten, für deinen Partner einen Tee zu kochen - egal, was für dich kümmern bedeutet, tu es! Fürsorge gibt uns Bewusstsein zurück. Sie lässt uns mit unseren Sinnen spüren, was wir im Leben haben. Sie lässt uns im Geheimen wahrnehmen, dass wir etwas haben, worum wir uns kümmern können - und damit lässt sie uns im Moment leben.

In der Kategorie slow living findest du auf meinem Blog noch weitere Beiträge zu dem Thema. Slow living hat so viele unterschiedliche Facetten - es ist unheimlich individuell, aber der Kern des ganzen ist es, seine Umwelt einfach bewusster wahrzunehmen und im Moment zu leben. Nicht in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit. Runter kommen, langsam machen. Uns tut das allen gut. Da bin ich mir sicher.



 


Featured Image: Winstead von Pexels

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