Sich als Frau frei fühlen - auch mit Baby

Hello, hello meine Lieben. In ganz später Stunde hat mich noch die Inspiration zum Schreiben gepackt. In letzter Zeit denke ich oft über 'Freiheit' nach und was es für mich bedeutet.

Manche mögen glauben, dass für mich meine Freiheit eingegrenzt wurde, seitdem ich einen Säugling habe - seitdem ich eine wundervolle Tochter habe.


Inhalt

  1. Was bedeutet Freiheit für mich?

  2. Wie ist das mit der Freiheit, wenn man ein Baby bekommen hat?

  3. So fühlst du dich auch als Mami frei, Teil 1

  4. " Teil 2

  5. " Teil 3

  6. Mit diesen Aktivitäten fühlst du dich frei


Aber nein, für mich geht jetzt ein ganz neuer Wert von der Freiheit aus und ich möchte sie mehr ausleben, als je zuvor. Denn ich finde, sich frei zu fühlen, ist das größte Geschenk, das man einem Kind geben kann.


Wenn dich meine Meinung dazu interessiert, dann könnten dir auch noch folgende Blogbeiträge gefallen:



Was bedeutet Freiheit für mich?


Freiheit ist für mich ein Lebensgefühl. Es ist dieses Kribbeln, das man beim Verliebtsein hat. Das Leben macht Spaß, man lässt los von Erwartungen, von Selbstzweifeln, man lacht. Es ist das, was man an einem Sommerabend spürt, wenn man im Biergarten sitzt und schon seit zwei Stunden mit dem Partner bei einer Flasche Wein Uno spielt. Die Luft ist noch warm und ein wenig feucht, so langsam wird es frisch an den Beinen und man schnappt sich eine Decke.

Es ist, wenn die Kinder den ganzen Tag auf dem Spielplatz spielen und die Eltern auf den Picknickdecken entspannt quatschen.

Es ist, wenn man im Winter mit der Familie Schlitten fahren geht und für eine heiße Schokolade nach Hause kommt.

Es ist, wenn man barfuß durch die Straßen bei Opa läuft.

Es ist, wenn man abends auf dem Stadtfest ganz lange tanzt, sodass man schwitzt.





Und wie ist das mit der Freiheit, wenn man ein Baby bekommen hat?


Man geht ja eigentlich davon aus, weil so bekommt man es ja auch von jedem gesagt, dass man nie wieder frei sein kann, wenn man ein Kind bekommt. Man ist immer eingeschränkt und die Weinabende mit den Freundinnen, die werden erstmal fallen gelassen - keine Zeit mehr für. Und zu müde ist man ja schließlich auch.


Okay, ich habe meine Tochter vor sechs Wochen auf die Welt gebracht, weshalb ich noch nicht so sprechen kann, wie eine Mutti mit vier Kindern. Aber ich akzeptiere dieses Gelaber nicht! Ich sage nein! Ich weigere mich, mir vorzustellen, dass mein Kind, welches ich so sehr liebe und dem ich die ganze Welt zeigen möchte, der Grund sein soll, warum ich keine Freiheiten mehr besitze. Denn soll ein Kind nicht genau diese besitzen? Und zwar alle? Also, warum sollte es der Grund sein, warum ich keine mehr habe??? Nicht logisch für mich.


Ganz kurz...


Klar, man schläft nicht mehr so viel und während man stillt, ist das mit dem Alkohol schon mal gar nichts, aber auch, wenn man nicht stillt, sollte man nicht in der Gegenwart eines BABYS trinken.

Es gibt hundert pro bestimmte Einbußen, die man hat, aber meiner Meinung nach ist das alles Ansichtssache. Ich sehe aber ein, dass es auch auf das Kind ankommt. Wenn man ein Schreibaby hat, dann sieht die Welt anders aus, als wenn man ein Kind hat, welches den ganzen Tag schläft und das man zum Stillen wecken muss (meine Brüste platzen übrigens gerade, weil die kleine Madame so wunderbar schon den ganzen Tag pennt - die ist noch fertig von der U3).


Es gibt aber jeden Tag Kleinigkeiten, die man als Mutter machen kann, um sich frei zu fühlen.


So fühlst du dich auch als Mami frei: Teil 1


Definiere für dich ganz konkret, was Freiheit für dich bedeutet. Sei dabei so super detailliert, wie du nur kannst. Kleines Beispiel: Deine Skincare Routine am Abend (Hautpflege - was ich in den letzten zehn Jahren gelernt habe).

Dann überlege dir, wie realistisch dieser Freiheitswunsch umzusetzen ist (Jedes Wochenende Party machen ist halt nicht drin, aber vielleicht nehmen deine Eltern dein Kind für ein Wochenende im Monat).

So fühlst du dich auch als Mami frei: Teil 2


Arbeite an deiner Sicht auf die Dinge. Ist jedes Wochenende Party wirklich das, was du jetzt möchtest, wo du ein Kind hast? Ist es so schlimm, dass du nur einmal im Monat weg gehen kannst?

Lerne die Freiheit kennen, als etwas positives, als ein Geschenk. Zwischen den Wochenenden steckt so viel mehr Lebensgefühl und Lebensfreude, die du nutzen kannst, um dich frei zu fühlen.

So fühlst du dich auch als Mama frei: Teil 3


Schätze die kleinen Dinge, sei dankbar. Atme tief durch und nimm den Moment wahr, so, wie er ist. Setze deine Sinne ein, spüre den Boden unter deinen Füßen und schnupper an dem Köpfchen von deinem Baby (ich weiß mittlerweile, dass nicht nur ich das mache).

Und dann stell dir die Frage, was von dem ganzen Kram du deinem Kind mitgeben möchtest. Welches Lebensgefühl soll es mal haben? Was soll es fühlen, wenn es auf seine Kindheit zurück blickt?

Erfahre die Welt nochmal erneut durch die Augen (d)eines Kindes.

Nun zum coolen Teil...


Diese Dinge können dir als Mama ein Gefühl von Freiheit vermitteln




1// Steh früher auf, um morgens deinen Kaffee zu genießen, bevor jeder im Haus wach wird.


Und genieß ihn richtig. Damit meine ich: schlürf ihn so langsam, dass du fast schon wieder dabei einschläfst.


2// Abends, wenn dein Mann zuhause ist, übernimmt er die Kinder und du...


... rasierst dir in der Dusche einmal ganz lange die Beine, so richtig gründlich. Und dabei denkst du einfach mal nicht darüber nach, ob die Wäsche schon gemacht ist und der Ranzen gepackt.


3// Schnapp dir dein Baby und tanz zu der Musik im Radio.


Hab ich letztens gemacht, hat Bock gemacht und die Kleine ist eingeschlafen. Achso, ja, ich liebe Radio Musik - am besten so richtig alte oder WDR4.


4// Trag dein Make Up auf und zieh dein schönstes (stillfreundliches) Kleid an, das du hast.


Mir gibt es immer ein Gefühl von Freiheit, wenn ich mich im Spiegel anschaue und mich als Frau fühle. Ich tue das mit Make Up, was nicht heißt, dass das für jeden so ist. Ich fühle mich oft auch noch mehr als Frau, wenn ich meine Boyfriend Jeans (weil only ones die passen) und Flanell Hemd trage, als wenn ich Blümchenkleid trage.

Aber mich zurecht zu machen, gibt mir jeden Morgen ein Gefühl von Freiheit.


5// Hab überall deine Kamera dabei


Das ist ein Vorsatz von mir. Ich möchte nicht immer nur alle Bilder auf meinem Handy machen, sondern meine Kamera dabei haben, wenn wir im Park spazieren gehen oder bei meinen Schwiegereltern im Garten sitzen - einfach, weil manchmal ein bisschen Nostalgie sich anfühlen kann, wie Freiheit. Sei kreativ, suche dir kleine Hobbys, die du im Alltag ausleben kannst.


6// Sag ja zu den Blumen, die dich auf dem Weg vom Kinderarzt nach Hause anlachen, wenn du mit dem Auto am Floristen vorbeifährst


Ein paar Blumen können nie schaden und dort einfach mal anzuhalten, um sich welche zu gönnen, auch nicht.


7// Verrotte nicht zuhause


Schnapp dir deinen Schatz und triff dich mit Freund/innen! Meine Mutter hatte mich damals ständig dabei & hat mich nicht extra irgendwo hin gegeben, damit sie sich mit ihren Freund/innen treffen konnte. Warum denn auch? Kommt alle zusammen & wenn meine Mädels irgendwann Kinder bekommen, dann freue ich mich schon auf die Tage im Schwimmbad, auf die Grillabende und die Vorweihnachtsfeiern mit den Kids. Solange sie noch keine haben, genieße ich es einfach, dass meine Tochter in einem wunderbaren sozialen Umfeld aufwächst.


8// Nimm dein Kind mit!


Ich denke, dass man oft gesagt bekommt, dass die Freiheit als Mama (& auch als Papa) eingeschränkt wird, weil klar, erstens wird sie das, aber zweitens, weil Eltern denken, Kinder wären überall unerwünscht. Aber nimm doch einfach deinen Schatz mit zur Firmenfeier, zum Friseur oder sonst wohin.


9// Zeig deinem Kind die Welt


So richtig frei kann man sich auch als Mama fühlen, wenn man sich zum Ziel setzt, seinem Kind Freiheit zu bieten - zum Beispiel durch Reisen. Selbst wenn es nur ein Städtetrip ist, bei dem man dann ein Museum besucht oder irgendeinen Freizeitpark, dann kommt das auf das Erlebniskonto deines Kindes und du kannst dein Spaß/Kultur Konto füllen.

Aber natürlich gibt es nichts freiheitliches, als die kleinen zu schnappen und sich mit Sack und Pack auf in ein anderes Land zu machen - oh und zelten ist toll!


10// Mach dich mal locker... (Locker lassen - Gedanken und Emotionen kontrolliert einsetzen)


Wie schon gesagt, das ist alles eine Einstellungssache. Wenn du dich einschränkst in Dingen, weil du jetzt Mama bist 6 nur aus diesem Grund, dann überlege dir mal genau, ob das wirklich sein muss. Fragst du dich, was deine Freunde davon halten, wenn du bei ihnen zum Kaffee wieder mit Kind aufkreuzt? Dann solltest du dir vielleicht andere Freunde suchen. Bist du angespannt, weil dein Shopping Trip mit deiner Mutter und deinem Kind anstrengend werden könnte? Dann lass dir mehr Zeit, plane etwas ein, wovon dein Kind auch was hat - alles zugunsten deinem Freiheitsgefühl.


11// Ein Extra Tipp: Reflektiere einmal ganz genau, inwiefern du dein Freiheitsgefühl abhängig machst von einer früheren Version von dir.


Du bist jetzt Mama - und das ist toll! Herzlichen Glückwunsch! Deine Identität hat sich zwar nicht grundlegend geändert, aber ein bisschen schon. Du bist du in einer neuen Version. Das bedeutet, dass du Freiheit eben aus einem anderen Blickwinkel betrachten können musst.


Abschließend möchte ich dazu sagen: Wenn wir zulassen, dass andere uns erzählen, wie schlimm es doch ist, wenn man Kinder hat, weil man nichts mehr machen kann, dann ist es wohl kein Wunder, dass wir denken, die Party Maus, die wir mit 16 waren, hätte noch irgendwas mit Freiheit zu tun. Wir können uns immer noch als Frau fühlen, können immer noch Zeit mit unseren Freunden verbringen und immer noch unseren Hobbys nachgehen, wenn wir Mamas sind. Es erfordert nur ein wenig mehr Zeit, vielleicht ein bisschen mehr Aufwand - aber wir können unsere Kinder auch mitnehmen und ihnen zeigen, wer Mama ist und was Freiheit sein kann, wenn man das so möchte.