Sei ein Freigeist!

Hello, hello! Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie frei dein Geist ist? Hört sich erst einmal ziemlich spirituell an und vielleicht sogar ein bisschen esoterisch, aber was soll's. Ich möchte heute darüber schreiben, was das für mich bedeutet und warum es für mich ein neues Ziel geworden ist, freigeistlich zu leben.


Vor vier Wochen habe ich meine Tochter zur Welt gebracht und schon seit dem positiven Schwangerschaftstest habe ich fast täglich darüber nachgedacht, was das nun für meine Identität und meinen Lebensstil bedeuten würde. Wer wäre ich als Mama? Was möchte ich meiner Tochter mitgeben? Wer möchte ich für meine Tochter sein? Wie stelle ich mir die schönste Kindheit für sie vor, die sie haben kann?


Was es für mich bedeutet, freigeistlich zu leben


Die Geburt eines Kindes ist lebensverändernd - für mich steht das außer Frage. Es war von Anfang an klar für mich, dass mein Leben nicht einfach so weiter gehen würde, wenn meine Kleine auf die Welt kommen würde. Und dennoch war ich auch der Ansicht, dass meine Identität sich nicht komplett ändern würde oder die Basis meines Lebens - ich dachte: 'okay, ein Kind ist eben ein kleines schönes Extra'.





Wenn ich mir aber Gedanken darüber mache, was sich für mich geändert hat, dann muss ich tatsächlich sagen, dass sich einfach alles geändert hat. Wo ich vorher noch nicht wusste, was meine Bestimmung im Leben ist, mich verunsichern lassen habe von Inspirationen zu Identitäten, die ich nie erfüllen würde, weiß ich jetzt, wer ich bin und wonach sich mein Herz sehnt.


Ich bin ein Freigeist, ich bin Mutter, ich bin ein Mensch, der sich nach dem Genuss des Lebens sehnt - nicht nach Karriere, Erfolg, Ansehen. Ich sehne mich nach Liebe, Familie, Leidenschaft, nach Einfachheit und Achtsamkeit.


Mein Leben soll ein Abend am Meer mit einer guten Flasche Wein sein. Mehr das, als ein langer Tag im Büro, der meinen Chef begeistern soll.

Für mich bedeutet es, ein Freigeist zu sein, sich frei zu machen von Erwartungen, Selbstverständlichkeiten und sich der Tiefe des Lebens hinzugeben und zu sehen, dass es viel mehr zu bieten hat, als nur den Trott.


So kannst auch du freigeistlich leben


Zunächst müssen wir uns ja überlegen, was es eigentlich bedeutet, einen freien Geist zu haben (auch, wenn es sich für jeden wahrscheinlich individuell erklärt).


Mein Geist ist frei (ich fühle mich frei), wenn ich ein gutes Abendessen mit Freunden genieße, wenn ich mit meiner Tochter und meinem Mann kuscheln kann, wenn wir durch den Park spazieren gehen, wenn wir uns die Woche schon das dritte mal ein Eis gönnen, wenn wir im Sommer im Garten grillen, wenn wir an den See fahren, usw.


Ich fühle mich frei, wenn ich meine Seele baumeln lassen kann und die kleinen Dinge zu schätzen weiß. Mal ganz ehrlich: Wenn ich mir vorstelle, auf welche Dinge ich in meinem Leben zurück blicken möchte, dann sind es die Erfahrungen als Familie, die kleinen Erlebnisse, die Geschichten, die man sich an einem Sommerabend am Feuer erzählt, die mit "weißt du noch?" anfangen.


Wenn ich auf die Zeit zurückblicke, in der es wirklich schwierig für mich war, meinen ganzen Ansprüchen gerecht zu werden, dann überkommt mich ein ganz unangenehmes Gefühl - so, als ob ich nicht wirklich gelebt hätte.


Diese Dinge befreien deinen Geist


1. Sag nein zu Erwartungen an dich, wenn du sie nicht selbst erfüllen möchtest

Man erwartet von dir, dass du einen bestimmten Beruf erlernst, um Kohle rein zu bringen? Klar, irgendwie muss jeder über die Runden kommen - aber doch nicht auf eine Weise, die dich auf die Dauer unglücklich macht. Ich habe lange im Verkauf gearbeitet unter wirklich beschissenen Bedingungen und für beschissenen Lohn. Irgendwann habe ich mich dazu entschieden, mein Abitur nachzuholen, um studieren zu können. Das habe ich auch geschafft und möchte dieses Jahr mein Studium anfangen (auch, wenn das interessant wird mit Baby).


2. Nimm das Leben mit Humor

So wie Lorelai Gilmore zum Beispiel, wie ich hier in diesem Beitrag schon beschrieben habe.

Wie oft ärgern wir uns zu sehr über Dinge, die wir mit einem Lächeln beiseite schieben könnten? Ich weiß du tust das zu oft, ich weiß, ich tue das zu oft. Schluss damit.


3. Verbringe deine Zeit mit Leuten, die du liebst

Das Leben ist zu kurz, um es mit Menschen zu verschwenden, die dich nur aufregen.


4. Sei kreativ

5. Laufe Barfuß, fühl den Boden, gehe schwimmen, gehe bei Regen spazieren

Ja, hört sich irgendwie auch spirituell an - ich finde, seine Sinne zu schärfen geht meist am besten durch die Natur. Sei ein Hippie!


6. Lege Wert auf gutes Essen

Und ich meine damit nicht, dass du irgendwie ab sofort fancy sein musst. Aber stopfe dir abends vielleicht nicht die TK Pizza rein (auch, wenn das auch in Ordnung ist), sondern koche etwas gutes mit gutem Fleisch, gutem Fisch, gutem Käse und vor allem guten Obst und Gemüse!


Passend dazu habe ich eine neue Blog Serie gestartet, in der es darum geht, ein einladendes Leben zu führen. Hier findest du die Beiträge, die dich interessieren könnten:






7. Mach dich mal locker

Stell deine Scham ab und mach einfach das, worauf du Bock hast. Lass dich nicht von deiner Scham leiten.

Wie viel habe ich mir schon versauen lassen einfach nur dadurch, dass mir etwas peinlich war...


8. Denk nicht so viel über die Vergangenheit und die Zukunft nach

Wie schon gesagt: Mir ist klar, dass wir alle irgendwie über die Runden kommen müssen und dadurch müssen wir auch irgendwie an die Zukunft denken. Aber doch nicht die ganze Zeit. Nimm das Jetzt wahr. Morgen kann herausfordernd auf dich wirken, aber irgendwann geht auch dieser eine Tag vorbei und dann kommt die nächste Herausforderung. Willst du dann die ganze Zeit immer nur an die nächste denken?


9. Bewege dich weg von Trends

Seien es Wohntrends, Klamotten oder Trends, die sich gerade auf irgendwelche Lebensstile beziehen. Unsere Generation ist durchzogen mit Trends. Sie will bestimmte Bilder erfüllen und irgendwie kennt sich aber niemand so richtig. Niemand sticht heraus und gleichzeitig fühlt sich niemand bei sich angekommen. Wenn ich mir überlege, wer die Freunde meines Vaters sind, dann sind das nur interessante Personen. Der eine war jahrelang Gitarrist in einer Band. Der andere ist deutscher Meister im Schach. Der nächste ist der fahrradfahrende Franzose, der immer einen Sonnenhut trägt (auch im Winter). Und ja, mein Papa kennt auch jemanden, der einen Puff besitzt. Er ist vierzig Jahre lang Taxi gefahren, da lernt man die verschiedensten Persönlichkeiten kennen.


Aber eines ist bei diesen Menschen sicher: Sie scheißen auf die Norm und irgendwie ist das doch viel lustiger und reizvoller, als alles so zu machen, wie jeder andere Depp auch.


10. Nimm am Leben teil

Geh raus vor die Tür, auf Festivals, auf Konzerte. Triff deine Freundin an einem Sonntag zum Kaffee und Lästern. Fahr ans Meer. Gehe in den Park zum Picknicken. Mach ne Schneeballschlacht. Geh schwimmen. Melde dein Kind beim Kinderturnen an und schaue zu. Geh auf den nächsten Dorfbums. Besuche das Weinfest. Genieße einfach die interessanten Dinge des Lebens.



 


Irgendwie wird mir immer mehr bewusst, wie wichtig es ist, das Leben mit einer freien Seele zu beschreiten. Wir fragen uns immer, wie wir glücklich sein können - ein wertvolles Leben leben. Für mich ist es das: freiheitlich durch das Leben zu schreiten.