Plan with me: Wieder zurück zur Normalität nach Schwangerschaft und Geburt


Brainstorming darüber, wie ich meinen neuen Alltag verbringen möchte


Hello, hello! Vor ein bisschen mehr als zwei Wochen habe ich meine wunderschöne Tochter zur Welt gebracht und auch, wenn ich mich noch im Wochenbett befinde und weiß, dass das die Zeit ist, in der es keine Routine und keinen geregelten Alltag gibt (und das ziemlich normal ist), bin ich total motiviert, wieder ein wenig routinierter zu leben.


Für mich bedeutet das nicht, jede Minute meines Tages zu verplanen (auch, weil das wirklich mit Baby nicht möglich ist), sondern einfach wieder ein wenig zurück zur Normalität zu finden, nachdem ich zehn Monate eingeschränkt war in meiner Bewegung, in dem, was ich esse und in dem, wie ich meinen Alltag verbringe - und das mit ein wenig Planung.


Inhalt:


#1: Die "Normalitäten" - meine Ideen, die ich in meinen Alltag integrieren möchte
#2: Die "Verpflichtungen" - was muss gemacht werden? Und wie?


Wie ich meine Schwangerschaft verbrachte


Kurze Erklärung: In meiner Schwangerschaft schränkte ich mich sehr stark ein.

  1. Wegen Corona - ich wollte es unter allen Umständen vermeiden, in der Schwangerschaft Corona zu bekommen, da ich Angst hatte, dass das irgendwie die Geburt beeinflussen könnte

  2. Wegen meiner Schwangerschaftsdiabetes

  3. Wegen meinem Allgemeinzustand - ich hatte regelmäßige Ohnmachtsanfälle, einen Eisenmangel, habe einfach nicht viel in meinem Alltag geschafft


Aus genau diesem Grund sehnt es mich danach, wieder ein wenig zurück zur Normalität zu finden - oder eben die neue Normalität kennen zu lernen.


Wie stelle ich mir meine neue Normalität vor?


Ist ja klar, dass mein Leben nie wieder so aussehen wird, wie es das vor der Geburt meiner Tochter tat. Und ist ja auch klar, dass ich nun auf eine andere Art und Weise "eingeschränkt" bin, auch, wenn ich dieses Wort hasse. Für mich ist es keine Einschränkung, sondern lediglich eine kleine Veränderung meines Lebens.


Aber wie stelle ich mir diese kleine Veränderung vor? Nun, zunächst möchte ich dir von meiner Motivation berichten.


Ich bin eigentlich eine Person, die gerne langsam macht und bewusst lebt. Ich versuche, jeden Moment in meinem Leben aufzusaugen und hier auf meinem Blog berichte ich immer wieder über slow living. Aktuell im Wochenbett verbringe ich fast jeden Tag wirklich im Bett und kuschel mit meinem Baby, lasse mir Kaffee kochen, Rührei braten, schaue The Vampire Diaries, lasse es mir also wirklich gut gehen - schließlich brauche ich diese Reserven aktuell, mein Kreislauf erinnert mich auch gut daran.


Mein Mann und ich haben ein zwei Spaziergänge und Besuche hinter uns und jedes mal habe ich gemerkt, dass ich langsamer machen muss.

Aktuell zum Beispiel plagt mich eine Milchzyste, wegen der ich auch Arzttermine vor und hinter mir habe - unangenehm.


Um mich herum liegen (saubere) Windeln, meine Klamotten sind getränkt mit Muttermilch, meine Haare befinden sich seit der letzten Dusche in dem gleichen Dutt (eigentlich sind sie nur noch dieser Dutt) und ich schlafe, wenn mein Baby schläft, betreibe ab ca. 17 Uhr Clusterfeeding, schaffe es zwischendurch mal auf die Toilette und heute habe ich das erste mal wieder meinen Laptop auf dem Schoß.


Aber versteht mich nicht falsch! Ich genieße das Mama sein so sehr! Ich liebe es. Ich wusste ja auch, was auf mich zukommen würde.

Mein Herz sehnt es jedoch auch wieder ein wenig danach, mal wieder aus dem Bett zu kommen, sich morgens fertig zu machen, gesund zu frühstücken (am besten am Tisch), mal an die frische Luft zu gehen, sich mit jemandem zu treffen, sich zu unterhalten, mal aufzuräumen, Wäsche zu machen, das Auto zu saugen - solche Dinge eben.


Ich möchte mich also mit dem Gedanken beschäftigen, wie ich meinen Alltag mit Baby gestalte, wenn ich mich langsam aus dem Wochenbett hinaus bewege.

Mein Mann hat ab morgen genau noch eine Woche Urlaub - in dieser Zeit kann ich noch auf die komplette Unterstützung zählen. Danach muss ich den Alltag mit Baby allein bewältigen. Einkaufen gehen, Haushalt und Selfcare. Sollte ich mir ein wenig Sorgen machen, dass ich mich darauf ein bisschen freue? Ich denke, das liegt daran, weil ich so gespannt darauf bin, wie ich mich in der Rolle als Mutter zurecht finden werde.


Plan with me: Die "Normalitäten".


Wie bereits gesagt, weiß ich, dass es keine hundertprozentige Routine geben wird. Aber ich überlege mir ein paar Ansätze.


1. Früh genug aufstehen


Das muss überraschend wirken, da man als frisch gebackene Mama ja wirklich jede Sekunde Schlaf gut gebrauchen kann. Sehe ich auch so. Aber ich habe bemerkt, dass es mir wirklich gut tut, wenn ich mir Mittags Zeit dafür nehme, mich zum Nickerchen hinzulegen, da meine Tochter über die Mittagszeit eine sehr lange Schlafphase hat und morgens eher viel gestillt werden möchte und eine kleine Wachphase hat.

Ich werde sowieso so zwischen sechs und sieben von ihr geweckt, da sie dann Hunger hat. An manchen Tagen habe ich mich dann wieder mit ihr hin gelegt, an anderen bin ich wach geblieben und habe die Gunst der Stunde genutzt, um sie fertig zu machen, anzuziehen, mich selbst fertig zu machen und einfach in den Tag zu starten, auch, wenn das bedeutete, dass ich mich einfach nur ins Wohnzimmer aufs Sofa setzte oder mich bald zu irgendeinem Arzttermin auf machte.


Ich denke, es wird wohl besser sein, ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach wach zu bleiben und dem Tag den Start zu erklären, um ein bisschen Normalität zu empfinden. Denn wenn ich mich dann wieder hinlege, bis elf mit der kleinen im Bett bleibe, dann verpasse ich die guten Stunden des Tages und habe auch mittags keine Chance, ihre lange Schlafphase auszukosten, um wirklich Schlaf nachzuholen.


2. Ein bisschen Haushalt


Ein gaaanz klein wenig Haushalt möchte ich am Tag schon erledigen. Sei es eine Wäsche, das Bett machen, Staub wischen oder einfach nur das Kinderzimmer aufräumen (ja, das muss jetzt schon aufgeräumt werden, da es manchmal schnell gehen muss am Wickeltisch). Klar, dass es bei einer frisch gebackenen Mama zuhause nicht perfekt aussieht und generell vertrete ich ja die Einstellung, dass wir alle ein wenig loslassen sollten vom Druck der perfekten Sauberkeit.


Aber sich so ein wenig um sein Heim zu kümmern, es sich gemütlich zu machen, damit man sich wohl fühlt, hat denke noch keiner Mama geschadet.


3. Frühstücken am Esstisch


Zur Zeit macht mein Mann mir mein Frühstück, was aber auch wirklich nicht besonders aussieht. Meist ist es ein Kaffee und Brot mit Marmelade. In meiner Schwangerschaft musste ich extrem darauf Rücksicht nehmen, was ich esse. Seitdem die Kleine aus mir draußen ist, bin ich froh, wieder Süßkram, Rohmilchprodukte und Salami und so einen ganzen Kram essen zu dürfen.

Aber zu einem normalen Alltag gehört für mich auch, mich morgens an den Küchentisch zu setzen und zu frühstücken - und nicht im Bett!


4. Zeit an der frischen Luft


Ich möchte auf jeden Fall täglich ein wenig Zeit mit der Kleinen an der frischen Luft verbringen. Gerade darauf habe ich mich gefreut: Auf die Spaziergänge mit dem Kinderwagen. Das macht auch einfach Spaß, auch wenn es so eine simple Angelegenheit ist. Mir ist es außerdem wichtig, dass sie viel frische Luft schnappen kann und damit ihr Immunsystem so gut wie möglich unterstützt wird.


5. Sich morgens fertig machen


Auch, wenn das lediglich bedeutet, mir die Haare zu einem schöneren Dutt zu binden, als das, was sich aktuell auf meinem Kopf abspielt. Klar, Zähne putzen, Gesicht waschen. Aber sich dann auch etwas schönes anziehen, vielleicht ein wenig Mascara auftragen - sowas eben.


6. Treffen mit Freunden und Verwandten


Versteht mich nicht falsch, ich nehme die aktuelle Lage immer noch sehr ernst. In meiner Schwangerschaft jedoch habe ich mich nicht einmal mit meinen Eltern getroffen. Die einzigen Kontakte, die wir hatten, waren die Arbeitskollegen meines Mannes.

Auf gar keinen Fall möchte ich es ausreizen, dass wir uns infizieren, gerade meine Tochter möchte ich schützen.

Doch so ein wenig Normalität in die Richtung ist mir schon wichtig. Ich möchte, dass meine Tochter ihre Großeltern regelmäßig sehen kann und auch ich brauche für meine Psyche auch einfach ab und zu mal ein Treffen mit meinen Freundinnen.


7. Abends kochen


Und nicht bestellen. Mein Mann und ich haben in den letzten zwei Wochen wirklich oft auswärts gegessen. Wie ich schon berichtet habe, hatte ich auch irgendwie keinen Appetit, was im Wochenbett wohl hin und wieder mal vorkommt. Mein Appetit kommt nun langsam zurück - er ist zwar nicht der gleiche, wie während und vor der Schwangerschaft, aber er ist wieder da, wenn auch nur heimlich.


Ich möchte also wieder anfangen, Rezepte auszuprobieren, frisch zu kochen und mich abends zusammen mit meinem Mann und meiner Tochter an den Tisch zu setzen zum Essen.


8. Eltern kennen lernen


Eine ganz große Motivation, die ich zukünftig habe, ist es, Eltern kennen zu lernen. Alle meine Freunde, mit denen ich täglich Kontakt habe, sind kinderlos. Ist auch gar nicht schlimm, aber ich denke, es ist ganz gut, auch Leute kennen zu lernen, die sich in der gleichen oder einer ähnlichen Lebenssituation wie du befinden.


Plan with me: Die "Verpflichtungen".


Nun, nachdem wir über die kleinen Ideen gesprochen haben, die ich in meinen neuen Alltag integrieren möchte, kommen wir nun zu den Verpflichtungen.

Ganz klar, meine Tochter ist Priorität Nummer eins. Aber auch andere Dinge müssen erledigt werden und wie ich diese plane, berichte ich dir hier.


9. To Do Listen schreiben


Ich habe irgendwann mal angefangen, mir eine große To Do Liste auf meinem Handy zu schreiben, die ich mir jeden Tag anschaue und mir dann jeweils die Frage stelle, ob dort etwas steht, was ich an diesem Tag erledigen kann. Dort stehen natürlich Aufgaben wie Einkaufen gehen, Wäsche machen, Toilette putzen und so weiter. Aber auch andere Kleinigkeiten, wie Blog Post schreiben, Bett machen, Spazieren gehen etc.


Um einen Überblick über meinen Alltag zu haben, möchte ich diese Angewohnheit wieder aufnehmen und vor allem: ernst nehmen.


10. Tägliches Spielen und Kuscheln mit meiner Tochter


Mir ist es enorm wichtig, dass ich meine Tochter nicht einfach nur bei allem, was ich tue, dabei habe, sondern dass sie der Mittelpunkt meines Alltags ist. Sie ist schließlich mein Ein und Alles und ich genieße es, Mutter zu sein!

Ich möchte mir täglich die Zeit dafür nehmen, mich vollkommen auf sie zu konzentrieren - sei es auf dem Spielteppich, zusammen eingekuschelt auf dem Sofa oder einfach nur beim Stillen. Außerdem ist es mir wichtig, mir viel Zeit bei der Babypflege nehmen zu können. Sie soll das volle Programm bekommen - und zwar täglich.


11. Große Aufgaben


Leute, es ist mir fast peinlich, das zu sagen, aber unsere Steuererklärung steht immer noch auf der To Do Liste. Seit etwa vier Wochen bin ich nun dran - aber gut, es kam ja auch einiges dazwischen. Aber einmal in der Woche möchte ich mir genau für solche Dinge die Zeit nehmen. Vielleicht nicht unbedingt montags, aber dennoch an einem Wochentag.


12. Feste Tage integrieren


Ich glaube, es fällt leichter, seinen Alltag mit Baby zu gestalten, wenn man sonntags weiß, Montage sind zum Einkaufen da. Klar, ein wenig zeitlicher Spielraum sollte immer gegeben sein - denn Baby kann auch einen schlechten Tag haben (Bauchweh, schlecht geschlafen, usw.), aber einfach immer alles zu machen, wenn man gerade daran denkt, ist noch weniger möglich. Ihr könnt gar nicht glauben, wie oft ich heute schon vergessen habe, etwas zu trinken und schwupps haben wir 15 Uhr und meine Flasche Wasser ist immer noch voll.




 

Das wäre es erst einmal. Ich halte euch auf dem Laufenden, wie das alles so klappt. Das Titelbild ist von Pexels! Liebste Grüße!




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