Morgenroutine als frisch gebackene Mama



Über Routinen, die eigentlich noch keine sind und das Ziel, sie zu welchen werden zu lassen


Hello, hello! Heute möchte ich mit euch über das Thema Morgenroutine mit Baby sprechen. Meine Tochter ist jetzt knapp drei Wochen alt und ja, bevor ihr mich steinigt: Ich weiß, dass ich mich noch für eine lange Zeit im Wochenbett befinde und mich schonen darf und und und.

Mein Mann geht aber bald wieder arbeiten und dann muss ich all die Dinge, bei denen er mich jetzt noch unterstützt, selbst irgendwie hin bekommen - und ein guter Start in den Tag hilft mir wahrscheinlich auch dabei.


Auf meinem Blog berichte ich immer wieder über slow living und darüber, wie wichtig es mir ist, jeden Moment des Tages bewusst wahrzunehmen und achtsam durch meinen Alltag zu schlendern.


Auch hier kannst du darüber lesen, wie ich meinen neuen Alltag mit Baby planen möchte.


Von einer wirklichen Routine mit einem Neugeborenen kann man als Mutter ja eigentlich nicht sprechen. Das Baby gibt einem vor, wie der Alltag aussieht. Allein schon die Nächte sehen so viel anders aus, also wie zum Teufel soll man irgendeine Routine in seinen Alltag bringen - und damit einhergehend in seinen Morgen?

Ich denke als erstes ist es wichtig, sich klar zu machen, dass ein Baby auch von einer gewissen Routine profitiert. Es gibt ihm Sicherheit. Als nächstes muss eine Routine nicht so aussehen, dass man sich jeden Tag dazu zwingt, zur gleichen Uhrzeit aufzustehen, Sport zu machen, duschen zu gehen und zwischendurch noch zu stillen und drei Windeln zu wechseln.


Eine Routine kann auch ganz unroutiniert starten. An dem einen Tag fängt sie eben um sieben an und an dem anderen Tag um acht. Die Hauptsache ist, dass man einen ungefähren Leitfaden hat, an dem man sich orientieren kann, damit bestimmte Dinge nicht auf der Strecke bleiben (Frühstücken, genügend trinken und so weiter).


1. Aufstehen zum passenden Moment


Meine Tochter weckt mich zwar nicht immer zum gleichen Zeitpunkt, aber ungefähr im gleichen Zeitraum. Meist irgendwann zwischen halb sechs und halb acht. Nun habe ich die Wahl: Entweder ich lege mich noch einmal mit ihr ins Bett, nachdem ich sie gewickelt und gestillt habe oder ich bleibe wach, lege sie nochmal zum Schlafen hin (oder packe sie in das Tragetuch) und starte in den Tag.

Zum Thema Schlafmangel: Schlaf nachholen kann ich auch um die Mittagszeit.


2. Babypflege und Stillen


Nachdem ich also aufgestanden bin, schnappe ich mir die Kleine, wickle sie und während ich das tue, widme ich mich direkt der Babypflege. Das bedeutet trockene Stellen eincremen und einölen, nach dem Nabel schauen, ihr die Haare kämmen, Muttermilchreste von der Nacht weg waschen, Füßchen massieren, abknutschen, ein hübsches Outfit heraus suchen, sie anziehen, mich dann zum Stillsessel begeben und die Ruhe genießen, während sie ihr Frühstück genießt.


3. Zum Schlafen legen und Frühstücken


Die Kleine schläft meist nach dem Stillen noch einmal ein, also lege ich sie nochmal ins Bett und lasse sie dort schlafen oder setze sie ins Tragetuch, um sie mit in die Küche zu nehmen, wo ich mir dann mein Frühstück zubereiten kann.


Vor allem, wenn man stillt, ist es wichtig, ausreichend Nahrung zu sich zu nehmen und genügend Nährstoffe. Wusstest du, dass tatsächlich die Milchmenge nicht beeinflusst wird dadurch, wie viel man trinkt, aber sehr wohl dadurch, was und wieviel man isst?


4. Nächste Windel


Irgendwann wacht die Kleine dann auf und der nächste Gang "Wickeln und Stillen" ist dran. Die Hebammen im Krankenhaus haben mir übrigens diese Reihenfolge empfohlen, da das Baby beim Wickeln noch etwas mehr geweckt wird, was vorteilhaft dafür ist, dass es beim Stillen danach mehr und besser trinkt.


5. Sich fertig machen


Vor allem als Mama fällt es hin und wieder schwer, sich um sich selbst zu kümmern. Man muss den passenden Moment abpassen, um sich duschen zu können oder auch ganz einfach nur eine Gesichtscreme auftragen zu können. Das habe ich sehr schnell gelernt. Meist schläft meine Tochter beim Stillen ein und ich schaffe es, sie so langsam in ihr Nestchen zu legen, sodass sie weiter schläft.

Ganz neue Erfahrung: Wenn ich ihr den Nucki gebe (nur, wenn sie bereits gestillt wurde und satt wirkt), dann kann ich damit eine Missgeschick, in dem ich sie durch eine bestimmte Bewegung wieder aus ihrem Prinzessinnenschlaf wecke, ungeschehen machen.


6. Kurze Aufräumaktion


Wenn die Kleine immer noch schläft, wenn ich mich fertig gemacht habe, dann kann ich eben kleine Dinge erledigen, wie zum Beispiel das Bett zu machen oder meinen Frühstückskram wegzuräumen. Sollte sie dann doch ein wenig wacher sein, dann stille ich sie wenn nötig noch einmal und setze sie danach in das Tragetuch. Dort schläft sie meist von dem Geschaukel auch wieder ein.


Meist ist es dann bald schon Mittag, nachdem ich sie noch ein zwei mal morgens wickeln und stillen musste.


Betonen möchte ich an dieser Stelle auf jeden Fall, dass es nicht nötig ist, sich in den ersten Wochen krampfhaft an eine Routine zu halten.

Ganz oft haben unsere Tage in den letzten drei Wochen auch so ausgesehen, dass wir einfach den ganzen Tag im Bett verbracht haben, da die Nächte unheimlich kurz waren (oder auch einfach nur, um zu kuscheln). Hat man mit Kindern eigentlich jemals eine echte Routine?


Gerade mit Baby ist es wahrscheinlich sowieso erst einmal besser, alles auf sich zukommen zu lassen und sich eher an einen roten Faden zu halten, damit falls es mal an bestimmten Tagen eine Routine geben muss, eine klitzekleine da ist.


Ich wünsche euch einen schönen Abend, macht's gut!

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