Fühl dich gut aufgehoben in dir selbst durch diese 8 Schritte

Hello, hello! Heute ist ein typisch regnerischer Tag und ich bin heute nur aus dem Bett gestiegen, um mir Frühstück zu machen. Wenn man nichts zu tun hat, dann hat man immer noch seine Gedanken - und so bin ich auf die Idee des heutigen Beitrags gekommen.


In letzter Zeit träume ich richtig verrückte Dinge - man hat mich schon vorgewarnt, dass das durch die Schwangerschaft kommen kann. Letzte Nacht träumte ich, mein Mann und ich hätten ein Zimmer in einer Jugendherberge gemietet, in der Hitler unser Nachbar gewesen wäre. Richtig schräg.

Aber ich träume auch ganz oft von unserer Zukunft mit Kind und unserer neuen Familie. Ich träume oft von Sommern am Pool meiner Schwägerin, im Garten meiner Schwiegereltern und am See mit der ganzen Familie. Es ist so, als ob mein Gehirn mir sagen wollen würde: "Du wirst eine tolle Zeit haben!"


Was mir in solchen Träumen jedoch vor allem auffällt, bin ich selbst (lol). Aufgeblüht und völlig zufrieden, total in meiner Mitte, top gestylt und voller Liebe zu meinem Mann, stehe ich manchmal einfach nur da und beobachte die Szene - meine Inspiration für den heutigen Beitrag.


On how to feel put together - wie übersetzt man das?


Was mir eingefallen ist, als ich so darüber nachgedacht habe, ist ein Post, den ich irgendwann mal auf Pinterest entdeckt hatte. Darin ging es darum, anzustreben, sich immer "put together" zu fühlen. Ich verstehe zwar sinnbildlich, was damit gemeint ist, bin aber irgendwie daran gescheitert, das auf Deutsch zu übersetzen.

Sich in sich zusammen gesetzt zu fühlen? Ich bin dann auf die Übersetzung sich in sich gut aufgehoben fühlen gekommen und möchte heute meine Ansichten diesbezüglich mit dir teilen.





Was bedeutet es im Groben, sich gut aufgehoben in sich selbst zu fühlen?


Ich würde behaupten, es bedeutet, dass alles in einem selbst am richtigen Platz ist. Gedanken, Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse. Dass man irgendwie im Reinen mit sich ist - sowohl äußerlich, als auch innerlich.

Wenn man es oberflächlich betrachtet, könnte es bedeuten, dass man gut aussieht - und sich auch gut aussehend fühlt. Zum Thema Attraktivität habe ich hier schon einmal etwas geschrieben.

Ich finde, dass das definitiv dazu gehört, aber noch viel tiefer geht.


1. Verplant sein - Geplant sein.

Verplant - ja was meine ich denn damit? Ich meine, dass man sich wirklich täglich, wöchentlich - einfach regelmäßig - die Zeit dazu nimmt, voraus zu denken und voraus zu planen. Wie das mit slow living zusammen passt?

In deine Planung sollten nicht nur typische Termine, die du einhalten musst bezüglich Arbeit oder Arzttermine oder ähnliches. Dadurch, dass du voraus planst, planst du auch im Umkehrschluss automatisch die Zeiten ein, an denen du nichts tust (oder etwas für dich tust). Planst du diese Zeiten nicht ein, dann merkst du es vielleicht manchmal gar nicht, aber abends ist der Tag wieder vorüber und du hast dir nicht mal eine halbe Stunde für dich genommen. Dass das nicht jeden Tag unbedingt möglich ist, ist klar. Aber setz dich doch einfach jeden Morgen hin und versuche, zu analysieren, welche Zeit am Tag du eventuell für dich nutzen kannst und halte dann auch daran fest.

Du bist wichtig. Deine Zeit ist wichtig. Deine Nerven sind wichtig.


2. Halte dein Zuhause gemütlich und ordentlich.

Ein gemütliches, ordentliches Zuhause sorgt für einen geordneten Verstand. Als ich noch für's Abi gelernt habe, musste ich vor dem Lernen immer erst einmal aufräumen. Sind wir mal ehrlich: Wenn dich das ungespülte Geschirr und der hohe Wäscheberg anstarrt, fühlst du dich dann entspannt und munter? Fühlst du dich gut aufgehoben?


Sorgen wir für eine saubere Umgebung, spiegelt sich das auch wider in uns selbst. Klar musst du nicht jeden Tag einen riesen Hausputz machen. Versuche aber durch Planung herauszufinden, wie du dir selbst Arbeit abnehmen kannst.

Du kannst zum Beispiel:

  1. Hilfe annehmen von deinem Mann, deiner Mutter oder deinen Kindern

  2. Jeden Tag einen Zehn Minuten Timer stellen und in dieser Zeit alles aufräumen, was du findest

  3. Jeden Tag Kleinigkeiten erledigen, wie zb. Staubwischen, die Sofakissen richten oder sonstiges, das ich dir hier aufgelistet habe

  4. Dein Haus strukturell umorganisieren, sodass alles einen eigenen Platz hat

  5. Ausmisten - weniger besitzen

3. Stehe treu zu deinem Stil

Kaufe nur Dinge, die du auch wirklich anziehen kannst. Beschäftige dich damit, welchen Kleidungsstil du an dir gut findest und halte dann Ausschau danach, anstatt deine Garderobe monatlich komplett zu ändern. Kaufst du Dinge, die zu dir passen und die dir wirklich gefallen, hast du länger etwas davon.


Ich habe nach einigen Jahren gemerkt, dass mein Kleidungsstil in der Basis sehr feminin ist und einen Touch von grunge hat. Ich liebe es zum Beispiel, meine Blümchenkleider mit meinen Vans oder meinen Dr. Martens zu kombinieren.

Dadurch, dass ich weiß, was mir gefällt und was mir steht, greife ich im Schrank und beim Shoppen auch immer wieder nach ähnlichen Teilen. So brauche ich mich selten darum zu sorgen, was ich anziehen kann, da ich immer etwas finde.


Ich denke, dass man damit selbstbewusster und selbstsicherer durch die Welt läuft, wenn man weiß, man trägt etwas, was einem steht.


4. Vergiss die Trends

Mein nächster Punkt hängt eng mit Punkt 3 zusammen. Aber wisst ihr, wie oft ich mich schon in irgendeine Verzweiflung getrieben habe, weil ich mich mit anderen verglichen habe, die perfekt in das aktuelle Trend Bild gepasst haben und ich immer noch "trendlos" durch die Welt gedümpelt bin?

Hängen wir irgendwelchen Trends hinterher, dann müssen wir uns alle paar Monate erneuern.


Ich glaube, es ist tatsächlich leichter, man selbst zu bleiben und sich wohl zu fühlen damit. Inspiration holen ist nie etwas schlechtes, aber fängst du an, dich stark zu vergleichen und Dinge anzuziehen oder zu tun, die du eigentlich gar nicht gut findest, verarschst du dich damit nur selbst.

Du willst dich doch in dir aufgehoben fühlen, im Reinen mit dir sein. Was ist so schlimm daran, wer du bist?


5. Entwickle Routinen, die zu dir passen.

Ich bin überhaupt kein früher Vogel. Nicht mal ansatzweise. Ich bin eher die Nachteule und meine Prime Time ist tatsächlich der Nachmittag.

Wie viele Tipps habe ich online schon darüber gelesen, wie wichtig es sei, um 5 Uhr morgens aufzustehen (damit man auch brav sein Yoga machen kann) und wie oft habe ich mich gequält, meine perfekte Morgenroutine zu erstellen?


Routinen sind wichtig. Sie helfen uns, durch den Tag und durch die Woche zu kommen. Aber nur, weil im Internet steht, was die eine Morgenroutine ist, heißt das nicht, dass sie auch zu uns passt.

Ich wiederhole: Sei im Reinen mit dir. Sei ehrlich zu dir: Welche Routinen können dir helfen, dich unterstützen?


6. Halte den Kontakt zu Freunden und Familie

Verkriech dich nicht einfach nur zuhause. Auch zu Zeiten der Pandemie ist es uns möglich, Kontakt zu halten - sei es durch WhatsApp oder Telefon. Ich persönlich würde ja empfehlen, mir das Telefonieren wieder anzugewöhnen. Manchmal tut es gut, einfach nur für eine halbe Stunde mit einer Freundin zu quatschen, die man seit Monaten nicht gesehen hat.

Durch den Kontakt mit anderen Ansichten, Meinungen und ganz simpel gesagt durch Austausch, kannst du dich nur weiterentwickeln - du kannst daran wachsen. Und es ist auch einfach gesund.


7. Erledige Dinge direkt

Mir graut es jetzt schon vor der Steuererklärung - und dabei haben wir einen Steuerberater, bei dem wir nur eine Checkliste durch gehen müssen, die wir per Mail bekommen haben.

Hab ich diese Mail schon geöffnet? Nope...

Besser wäre es aber.

Dein Gehirn ist wie eine große Kiste, in die täglich Papierkram und Erledigungen rein kommen. Irgendwann ist die Kiste voll und geht nicht mehr zu.

Sorgst du von vornherein dafür, die Kiste regelmäßig auszumisten und das Zeug in den Müll zu werfen, geht's dir besser.

Antworte direkt auf deine Emails, rufe direkt bei der Krankenversicherung an, unterschreibe direkt den Brief und bringe ihn zur Post. Dann hast du es hinter dir.


Damit bietest du dir selbst ein gutes Zuhause für deinen Verstand.


8. Notfall Angewohnheiten

Ich habe oben von Routinen geschrieben, die wichtig sind. Der Unterschied zwischen einer Angewohnheit und einer Routine ist folgender:

Auf eine Routine kannst du dich sowohl gedanklich verlassen, als dass sie auch als Inspiration dient.

Eine Angewohnheit kann negativ, als auch positiv sein - und sie ist individuell einsetzbar und kleiner, als eine Routine.


Wenn zum Beispiel mal etwas in deiner Routine schief läuft, dann ist es gut, eine Notfall Angewohnheit parat zu haben.

Mach dir Gedanken: Was tust du, wenn du zu spät bist? Was, wenn du eine wichtige Sache vergessen hast? Was, wenn du krank wirst oder dich nicht gut fühlst? Was, wenn du nicht weißt, was du machen sollst?


Sowas könnte sein, wie du dann stresstechnisch damit umgehst. Atmest du tief durch und rufst auf der Arbeit an?

Du könntest ein Formschreiben anlegen für vergessene Termine. Wenn du dich nicht gut fühlst, könntest du einen einen Notfall Kontakt haben, der deine Kinder von der Arbeit abholt oder vorgekochte Sachen im Tiefkühler parat halten. Wenn du nicht weißt, wie du handeln sollst: Wen rufst du dann an, um nach Rat zu fragen?

Bereite dich auf die Notfälle vor. Denn früher oder später werden sie eintrudeln und dann freust du dich, dass du dich vorher schon gekümmert hast.


9. Zu guter letzt: Sorge für Erinnerungen

In meinem Traum von dem Sommer am See habe ich sozusagen Erinnerungen vorgeplant. Schöne Erinnerungen sind die Würze des Lebens.

Wir sollten nicht einfach nur in unserem Alltagsstress versinken, sondern jeden Tag die Gelegenheit nutzen, eine kleine Erinnerung zu schaffen.

Sei es nur ein Spieleabend mit dem Partner, ein Spaziergang mit den Eltern, ein Abendessen mit Freunden. Beobachte deine Szene auch von außen, sei dankbar, schätze es, dass du die Möglichkeit hast, eine solche Erinnerung zu machen und vergiss auch einfach mal, dass du noch staubsaugen musst oder zum Zahnarzt.



 

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig Inspiration und Motivation mitgeben, um mehr mit dir im Reinen zu sein und dich in dir selbst gut aufgehoben zu fühlen.

Ich wünsche dir einen erholsamen Tag und danke für's Vorbeischauen!


FEATURED IMAGE BY: Dagmara Dombrovska von Pexels

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