Du darfst dich schön fühlen wollen!

Hello, hello! Heute habe ich wieder ein Thema für euch, welches sehr starke feminine Vibes verbreitet - ich spreche darüber, dass ich mich schön fühlen möchte und möchte dir ein paar Tipps an die Hand geben, wie du dich eventuell auch schön fühlen kannst, wenn du das möchtest.





Eines vorweg, da ich weiß, dass das Thema Schönheit sehr polarisierend sein kann: Nein, ich denke nicht, dass Schönheit alles ist und dass man sich grundsätzlich jeden Tag darum kümmern muss, schön auszusehen. Und ja, auch ich gammel ungefähr siebzig Prozent meiner Zeit im T-Shirt und Jogginghose zuhause rum, wenn ich einfach keinen Bock habe, mich morgens fertig zu machen, weil ich eh nirgendwo hin muss.


Dieser Beitrag ist aber für die Momente gedacht, in denen man sich einfach gerne mal herrichten möchte, sich schön fühlen möchte. Und auch wieder nein, ich denke nicht, dass äußerliche Schönheit nur damit einhergeht, sich morgens zu schminken.

Ich denke, ich habe ein so großes Bedürfnis, mich hier zu rechtfertigen, weil das Thema Schönheit so oberflächlich sein kann und ich mache hier ganz deutlich: auch, wenn dieser Beitrag vielleicht sehr oberflächlich scheint, finde ich nicht, dass Schönheit etwas oberflächliches ist, sondern sehr viel tiefer geht.



1. Sich selbst attraktiv fühlen


Attraktivität ist eine subjektive Sache. Jeder versteht etwas anderes darunter. Ist es schlimm, sich attraktiv fühlen zu wollen? Ich denke nicht. Ich denke, es ist menschlich, sich selbst darstellen zu wollen, sich als anziehend fühlen zu wollen und etwas dafür zu tun.


Wenn das für dich bedeutet, Make Up zu tragen, dann tu dies. Wenn das für dich bedeutet, kein Make Up zu tragen, dann lass es eben.

Worauf achtest du bei anderen Menschen, die du attraktiv findest? Sind sie sportlich, haben lange Haare, kurze Haare, ist es ihr Kleidungsstil?


Ich persönlich finde natürliche Frauen sehr attraktiv, halte Kurven und stereotypische Weiblichkeit für schön und lasse mich oft inspirieren von sehr femininen Frauen.

Dementsprechend versuche ich auch, an mir feminine Aspekte hervorzuheben - wenn ich mich schminke, dann trage ich Lippenstift und hebe meine Augen hervor. Wenn ich ungeschminkt aus dem Haus gehe, dann versuche ich, meine Haare zu machen, mich feminin zu kleiden oder Schmuck zu tragen.

Das alles führt dazu, dass ich mich selbst attraktiv fühle und dadurch automatisch schön.



2. Nicht auf die Bestätigung anderer hoffen


Attraktivität bedeutet Anziehung und dennoch sollten wir uns nicht an die Bestätigung (oder auch fehlende Bestätigung) von anderen anpassen. Wie oben schon beschrieben, ist das, was wir als attraktiv empfinden, sehr subjektiv. Das bedeutet auch, dass du von zehn unterschiedlichen Leuten mindestens fünf unterschiedliche Meinungen zu deinem Aussehen erhältst. Wartest du also ständig auf die Bestätigung deiner Freunde, potenzieller Partner oder Lover oder sonst irgendwem, lässt du dich ankleiden.

Deshalb: Schau, was du schön findest und gib dir die Bestätigung selbst, wenn du in den Spiegel schaust. Denk darüber nach, was zu deinem Typ passt. Probiere neue Dinge aus.

Sich nur durch die Bestätigung anderer zu definieren ist eine niemals endende Reise. Es gibt kein Ziel.



3. Selfcare


Nun zu den eher praktischen Dingen. Nimm dir Zeit! Lackiere dir die Nägel, mach dir eine Haarmaske, rasiere dir die Beine, bleache deine Zähne (wenn du unbedingt willst). Mach dich morgens fertig, auch, wenn du nur Zuhause bleibst.



4. Gammel Tops und Pyjamas


Ja, natürlich kenne ich es, in den Boxershorts meines Mannes und einem Gammel T-Shirt rumzuhängen, mit fettigen Haaren und Netflix schauend. Aber ein Schritt in Richtung "schön(er) fühlen" war für mich, mir einen schönen Pyjama zu besorgen (oder auch zwei), mit einem schönen Stoff, der sich gut auf der Haut anfühlt.

Seit meiner Schwangerschaft hatte ich auch erst einmal Probleme, mich in meinen Klamotten noch sexy zu fühlen. Wenn ich meinen silky Pyjama trage mit meinen Pyjama Hosen und meiner Pyjama Robe, dann gibt mir das einen enormen Selbstbewusstseins Boost und auch, wenn ich den ganzen Tag nur faulenze, fühle ich mich schick dabei.



5. Ich schminke mich, auch wenn ich das Haus nicht verlasse...


Für mich bedeutet das einfach ein Stück Selfcare. Ich freue mich, wenn ich in den Spiegel schaue und nicht gerade in ein Gesicht schaue, das schon wieder die tiefsten Augenringe der Welt hat. Jeder muss das für sich selbst wissen. Mir tut es gut. Und wenn dann wieder einmal der Nachbar unangemeldet vor der Tür steht, dann ist es nicht ganz so unangenehm.



6. Nackt sein


Stehen wir nicht alle nach dem Duschen vor dem Spiegel und begutachten uns? Ist das nicht total normal? Sei öfter nackt. Klingt komisch? Pass auf. Oft haben wir so ein verschobenes Selbstbild, dass wir eigentlich vergessen, wie wir wirklich aussehen. Wir denken, unsere Oberschenkel sind hässlich, unsere Akne macht alles kaputt oder unser Bauch ist nicht flach genug. Pose vor dem Spiegel, verstehe, dass es oft nur an dem schlechten Licht oder an dem blöden Winkel liegt, von dem du gerade auf dich blickst.


Wenn ich an Schönheit denke, muss ich oft an Französinnen denken (oder an deren Stereotyp). Eine Französin hat Makel und trotzdem liegt sie mit Kippe nackt nach dem Sex im Bett und fühlt sich wohl. Wenn du dich im Spiegel ansiehst, konzentrierst du dich vielleicht nur auf diese Makel und das bedeutet für dich im Umkehrschluss, dass alles an dir scheiße ist.

Aber jetzt guck doch mal genauer hin. Betrachte dich im Gesamten. Verstehe, dass du auch nur eine Französin bist, die ihre Makel hat und sich trotzdem wohlfühlen kann. Wenn du dich öfter nackt siehst und nackt bist, lernst du, dich in deiner Reinheit zu sehen. Es ist das Mindset, mit dem du dich betrachtest.



7. Vergleiche und das Mindset


Du denkst jetzt vielleicht Was? Wenn ich mich nackt betrachte, dann bekomme ich erst recht Komplexe lol. Ich denke, das liegt daran, weil du dir vorstellst, wie du aussehen könntest und vergisst, dass das nunmal nicht der Realität entspricht. Und die Realität ist nicht schlimm. Die Realität ist eben nur die Realität - sie ist ein Fakt.

Wenn du jetzt vorhast, etwas an der Realität zu ändern, dann musst du das entscheiden. Wenn du jedoch deine Realität analysierst und zu dem Entschluss kommst, dass es eigentlich Dinge sind, die man nicht ändern kann (zb. die Größe) oder Dinge, die eigentlich gar nicht so schlimm sind, dass man zum Beispiel unter das Messer müsste (breite Oberschenkel), dann versuch doch einfach mal, dich von dem Bild abzulenken, das du als Ideal in deinem Kopf bereit hältst. Fake it till you make it - und damit meine ich, anstatt dir einzureden, wie schlimm es ist, was du siehst, rede dir doch einfach mal ein, wie unfassbar schön und sexy das ist, was du siehst. Würdest du das an einer anderen Person sehen, fändest du es dann wirklich so schlimm?


Während ich dickere Oberschenkel schön fände und gerne nicht so knochige Knöchel hätte (LOL), schaue ich mich im Spiegel an und denke: "Du hast eine tolle Figur, Julia. Es gibt Menschen, die hätten gerne deine knochigen Knöchel. Und tauschen kann man eh nicht."



8. Nach dem Duschen eincremen...


... oder einölen. Seit der Schwangerschaft musste ich mir echt angewöhnen, meinen Bauch einzuölen, um Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden (und ich bin damit auch nicht wirklich erfolgreich). Aber es hat mir gezeigt, wie schön es sich anfühlen kann, das Duschen nicht mit dem Abstellen des Wassers zu beenden. Allein schon das Beschäftigen mit der eigenen Haut(pflege) und dem Massieren der Muskeln und das Gefühl, komplett eingecremt im frisch gemachten Bett zu liegen, lässt mich immer schön fühlen.



9. Ausgehen


Wenn ich jeden Tag nur "normale" Sachen trage und ungeschminkt durch die Gegend laufe und mir einfach nur schnell etwas über werfe, dann gibt es mir immer einen Kick, wenn ich endlich einen Grund habe, mich mal wieder richtig fertig zu machen, zu schminken, etwas Schickes anzuziehen und irgendwo hin zu gehen.

Ja, ich bin so arrogant, dass ich mich dann in den Spiegelungen der Schaufenster betrachte und mich darüber freue, an dem Abend so gut auszusehen. Und ich finde, du darfst auch so arrogant sein!



10. Sex und Intimität


Intim zu sein mit einem Menschen, bei dem man sich fallen lassen kann und dem man komplett vertraut, kann einem den ultra Boost geben, wenn es darum geht, sich sexy und schön zu fühlen.

Schnapp dir deinen Partner und fühle dich schön. Nehmt euch Zeit füreinander. Lass dich gehen, mach dir keinen Kopf darüber, wie dein Bauch aussieht oder was er sehen könnte. Stell dir einfach mal vor, du bist makellos und genieße die Zeit.

Bei meinem Mann habe ich nie das Gefühl, ich müsste mich für irgendwas schämen - weder für mein Aussehen oder für irgendwas, was ich mache oder was mir passiert. Das ist gesund für's Ego und dafür, sich schön zu fühlen.


 

Ich wünsche mir für alle da draußen, dass wir weniger Selbstzweifel und mehr Selbstvertrauen haben! Es ist wichtig, sich schön zu fühlen, auch, wenn heute oft gesagt wird, Schönheit ist unwichtig. Aber es geht ja um ein Gefühl, um Selbstbewusstsein und es ist auch nichts, wofür man sich schämen müsste, wenn man das Bedürfnis danach hat. Also fühlt euch schön.



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